Sardische Eselstute mit Fohlen, Frankreich (© Klein & Hubert/Nature Picture Library)
Ein Maultier ist der Nachkomme eines männlichen Esels und einer Pferdestute.
Was macht den Esel so besonders? Anlässlich des Welteseltags lohnt es sich, einen genaueren Blick auf ein Tier zu werfen, das oft unterschätzt wird, obwohl es den Menschen seit über 5.000 Jahren begleitet. Der Esel ist weit mehr als ein genügsames Lastentier. Er ist ein hochsoziales Wesen mit einem bemerkenswerten Gedächtnis. Das zeigt sich auch auf dem Bild, auf dem eine sardische Eselstute eng bei ihrem Fohlen steht. Esel gehen enge Bindungen ein, erkennen vertraute Artgenossen und Menschen wieder und bleiben ihrer Gruppe lange verbunden. Ihre langen Ohren unterstützen das Hörvermögen und den Temperaturausgleich. Während Pferde bei Gefahr häufig instinktiv fliehen, reagieren Esel überlegt. Sie halten inne und prüfen Situationen sorgfältig. Dieses Verhalten wird oft fälschlicherweise als Sturheit bezeichnet.
Auch in Deutschland haben Esel heute ihren festen Platz, jedoch in neuen Rollen. Sie werden etwa in der Landschaftspflege oder in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Der Welteseltag erinnert daran, diese intelligenten Tiere besser zu verstehen und ihnen mit Respekt zu begegnen.