Leben zwischen Luft und Meer Leben zwischen Luft und Meer
Papageitaucher, Wales
Papageitaucher, Wales (© FLPA/Alamy)
Wind, Wellen und steile Klippen – hier fühlen sich Papageitaucher zu Hause. Sie nutzen Felsspalten und selbst gegrabene Bruthöhlen, wie hier an der Küste von Wales, um im Frühjahr ihren Nachwuchs aufzuziehen. Den Großteil des Jahres verbringen sie jedoch fernab der Küsten auf dem offenen Nordatlantik. Ihr schwarz‑weißes Gefieder und ihr auffällig gefärbter Schnabel machen sie unverwechselbar. Ihre Lebensweise ist konsequent auf das Leben zwischen Luft und Meer ausgerichtet.
Bei der Nahrungssuche zeigen Papageitaucher eine bemerkenswerte Fähigkeit: Mit kräftigen Flügelschlägen bewegen sie sich unter Wasser gezielt vorwärts und jagen kleine Fische wie Sandaale oder Heringe. Während der Brutzeit verändern sich Farbe und Struktur ihres Schnabels – ein Detail, das auch bei der Partnerwahl eine Rolle spielt.
Trotz dieser Spezialisierung stehen Papageitaucher unter Druck. Die IUCN stuft die Art als gefährdet ein, da Überfischung und veränderte Meeresbedingungen das Nahrungsangebot verringern. Damit stehen sie beispielhaft für Seevögel, die perfekt an zwei Lebensräume angepasst sind und zugleich sensibel auf Umweltveränderungen reagieren.