Strandkörbe am Ostseestrand von Grömitz, Schleswig‑Holstein
Unzählige Strandkörbe säumen die Promenade am Strand von Grömitz an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins und prägen seit Generationen das Panorama des Küstenorts. Als eines der ältesten Seebäder der Region zog der Ort bereits im 19. Jahrhundert Erholungssuchende an die See. Das Erscheinungsbild wird dabei nicht nur vom feinen Sandstrand, sondern auch von der offenen, weiten Lage an der Lübecker Bucht bestimmt.
Mit dem aufkommenden Küstentourismus entstand ein ikonisches Element deutscher Strände: der Strandkorb. Erfunden wurde er 1882 vom Rostocker Korbmacher Wilhelm Bartelmann für eine Kundin, die aus gesundheitlichen Gründen windgeschützt am Meer sitzen wollte. Seither bietet die geflochtene Sitznische Zuflucht vor dem wechselhaften Küstenwetter und ist bis heute ein fester Bestandteil der Ostseekultur.
In Grömitz gehören diese Körbe ebenso zum Ortsbild wie das Rauschen der Wellen. Sie symbolisieren eine Badetradition, die eng mit der Sehnsucht nach dem Meer verbunden ist – von sonnigen Sommertagen bis hin zu rauen, windgeprägten Wetterlagen im Wandel der Jahreszeiten.